Sechs Teams spielen zum Auftakt der Mannheimer Pferdewoche

Die zweite Auflage der „Maimarkt ARENA Polo Championship“

bringt einen „Hauch von Formel 1“ ins MVV Reitstadion

Schon nach der Premiere im vergangenen Jahr hatte Paul Hofmann erkannt: „Polo ist ein

rasanter und begeisterungsfähiger Sport und hat hier sicherlich Zukunft.“ Der Sohn von

Turniermacher Peter Hofmann vertrat damals seinen Vater bei der Pressekonferenz zur Bilanz

des ersten Wochenendes des Maimarkt-Turniers 2011 und behielt Recht. In diesem Jahr erfolgt

der zweite Auftritt der Polospieler im MVV Reitstadion – „mit mehr Mannschaften, mehr

Begegnungen und mehr Qualität bei den Teams“, wie Alexander Schwarz, selbst ein

exzellenter Polospieler, erklärt.

Die älteste und schnellste Mannschaftssportart der Welt wird die Fans also auch am ersten

Wochenende des 49. Mannheimer Maimarkt-Turniers faszinieren. Vom 28. April bis 1. Mai

2012 tummeln sich rund 80 argentinische Vollblüter auf dem Maimarktgelände „und die

Zuschauer können wieder hautnah dabei sein“, freut sich Peter Hofmann. Der Präsident des

Reiter-Verein Mannheim ist schon zum 30. Mal für die Organisation der Traditionsveranstaltung

des deutschen Turniersports zuständig, und sein Credo seit vielen Jahren lautet:

„Wir wollen den Zuschauern aus der Metropolregion Rhein-Neckar im Rahmen der

Mannheimer Pferdewoche die ganze Palette des Pferdesports bieten.“

Normalerweise bilden beim Polo vier Spieler ein Team, in Mannheim wird die Variante ARENA

Polo präsentiert – mit drei Akteuren pro Mannschaft. Es gehen sechs Teams an den Start: Das

Team Maritim Parkhotel Mannheim, das Team Ubi Bene, das Team Engelhorn, das Team

Geldermann sowie die Teams Mannheimer Morgen und Maimarkt I.

 „In Mannheim sind die Fans so hautnah dabei, dass die Spieler ihnen den Ball fast an der Nase

vorbei schlagen“, drückt es Alexander Schwarz bildhaft aus. Im Rückblick auf 2011 gerät der

mehrmalige Deutsche Meister geradezu ins Schwärmen: „Das war eine überaus gelungene

Premiere und ein Test. Und der hat gezeigt, dass der Untergrund im MVV Reitstadion perfekt

ist.“ Schwarz weiter: „Im letzten Jahr sahen insgesamt rund 15.000 Zuschauer die Matches

und es herrschte eine unglaubliche Atmosphäre, die auch die Spieler beflügelte.“

Polo ist eine Mannschaftssportart, bei der die auf Pferden reitenden Spieler einen Ball mit

einem langen Holzschläger in das gegnerische Tor schlagen müssen. Jeder Spieler braucht im

Wettkampf einen Polohelm mit optionalem Gesichtsschutz und mehrere Pferde zum

Wechseln“. Die Spielabschnitte oder „Chukker“ – vier pro Match – dauern jeweils

sechseinhalb Minuten und sind reine Spielzeit, das heißt, bei Unterbrechungen wird die Uhr –

wie zum Beispiel bei Basketball – angehalten.

Die Polospieler versuchen mit ihren „Sticks“, den Ball ins das fünf Meter breite Tor zu

schlagen. Als Torerfolg wird jeder Ball gerechnet, der zwischen den drei Meter hohen

Torpfosten oder deren gedachten Verlängerungslinien – egal in welcher Höhe – hindurch

geschlagen wird. Gespielt werden darf übrigens nur mit rechts, das Spielen mit der linken

Hand ist weltweit nicht erlaubt.

In seiner Funktion als Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sowie

Vorsitzender des Springausschusses liegt Peter Hofmann natürlich auch das Wohl der

„Sportpartner Pferd“ am Herzen. Deshalb liegt die Aussage von Alexander Schwarz, „der

Schutz der Pferde ist die oberste Maxime des Polo-Regelwerks“, voll auf Hofmanns Linie. So

darf ein Pferd nicht in zwei aufeinander folgenden Chukkers eingesetzt werden. Diese Regel

macht es erforderlich, dass ein Spieler pro Turnier mit mindestens zwei Pferden anreisen muss.

Jede mögliche Gefährdung eines Tieres führt zur sofortigen Unterbrechung des Spiels.

Die Regeln lassen zu, dass Polo auf jedem beliebigen Pferd gespielt werden kann. Meist

kommen jedoch speziell gezüchtete Polo-Ponys zum Einsatz, die überwiegend aus Argentinien

stammen (Polo Argentino). Das Stockmaß dieser Polo-Ponys liegt in der Regel um 1,50 m. Zum

größten Teil sind Stuten im Einsatz, nicht selten werden auch ehemalige Rennpferde

„umgeschult“ und in Spielen verwendet oder es wird mit ihnen gezüchtet.

„Ein Hauch von Formel 1 auf dem Gelände rund ums MVV Reitstadion“, verspricht Alexander

Schwarz, „faszinierend, spektakulär, beeindruckend und begeisternd.“ Peter Hofmann, der

sich im vergangenen Jahr ebenfalls vom „Polo-Virus“ anstecken ließ, ergänzt: „Das wird

diesmal noch packender und spannender!“

Tribünen-Eintrittskarten für das Maimarkt-Turnier kosten zwischen zehn und 15 Euro, Tickets

für den Maimarkt im Vorverkauf 4,50 Euro für Erwachsene sowie drei Euro für Kinder und

Jugendliche (an der Tageskasse acht Euro beziehungsweise 4,50 Euro). Mit diesen Karten kann

das Maimarkt-Turnier von den Stehplätzen aus beobachtet werden. Im Vorverkauf sind alle

Karten bei der Mannheimer Ausstellungsgesellschaft (MAG), Telefon (06 21) 4 25 09 22,

erhältlich.

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